Das 1x1 der Falthandtücher: Alle Falzarten einfach erklärt
V-Falz, C-Falz, Z-Falz oder W-Falz, welches Falthandtuch passt zu Ihrem Betrieb?
- V-Falz = Allrounder mit Einzelblattentnahme, sehr verbreitet
- C-Falz = großes Tuch, ideal für Küche und Werkstatt
- Z-Falz = ähnlich dem V-Falz, etwas größer
- W-Falz (Interfold) = hohe Kapazität für stark genutzte Waschräume
- Die Falzart muss zum Spender passen, ein Wechsel erfordert meist einen neuen Spender
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Falthandtücher gehören in fast jedem gewerblichen Waschraum zur Grundausstattung. Doch Falthandtuch ist nicht gleich Falthandtuch: Die verschiedenen Falzarten unterscheiden sich in Tuchgröße, Entnahmekomfort, Verbrauchsverhalten und Spenderkompatibilität. Wer die Unterschiede kennt, kann gezielter einkaufen, Kosten kontrollieren und die Hygiene im Betrieb verbessern.
In diesem Beitrag stellen wir Ihnen die vier gängigsten Falzarten vor, erklären ihre Eigenschaften und zeigen, welche Variante zu welchem Einsatzbereich passt.
Warum die Falzart wichtig ist
Die Wahl der richtigen Falzart beeinflusst drei wesentliche Faktoren im Alltag:
- Hygiene: Falzarten mit Einzelblattentnahme sorgen dafür, dass nur das entnommene Tuch berührt wird. Das reduziert die Keimübertragung und erhöht die Hygiene im Waschraum.
- Verbrauch und Kosten: Einzelblattentnahme verhindert, dass mehrere Tücher gleichzeitig herausgezogen werden. Das senkt den Verbrauch pro Nutzer und spart auf Dauer Kosten.
- Spenderkompatibilität: Nicht jede Falzart passt in jeden Spender. Die Kombination aus Falthandtuch und Spender muss aufeinander abgestimmt sein, damit die Entnahme reibungslos funktioniert.
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Die vier gängigen Falzarten im Überblick
V-Falz (Zickzack-Falz)
Die am weitesten verbreitete Falzart in Deutschland. Die Tücher sind ineinander gefaltet (Interfold), sodass beim Herausziehen automatisch das nächste Tuch nachgezogen wird. Das ermöglicht eine hygienische Einzelblattentnahme ohne direkten Kontakt zum Spenderinhalt.
Der V-Falz bietet ein gutes Verhältnis aus Tuchgröße, Spenderkapazität und Verbrauchskontrolle.
Ideal für: Gastronomie, Büros, öffentliche Waschräume, ArztpraxenC-Falz
Beim C-Falz wird das Tuch C-förmig gefaltet, sodass die Ränder nach innen zeigen. Im entfalteten Zustand ergibt sich ein deutlich größeres Tuch als beim V-Falz. Es gibt keinen automatischen Nachzug, jedes Tuch wird einzeln aus dem Spender entnommen.
Der C-Falz eignet sich besonders dort, wo ein größeres Tuch benötigt wird, beispielsweise zum Abtrocknen von Arbeitsflächen oder Händen bei stärkerer Verschmutzung.
Ideal für: Küchen, Werkstätten, Arztpraxen, LaboreZ-Falz
Der Z-Falz ist dem V-Falz ähnlich, ergibt im Querschnitt jedoch eine Z-Form. Die Tücher sind ebenfalls ineinander gefaltet und ermöglichen Einzelblattentnahme mit automatischem Nachzug. Im entfalteten Zustand ist das Tuch etwa so groß wie beim V-Falz.
Der Z-Falz bietet eine gute Balance zwischen Spenderkapazität und Tuchgröße.
Ideal für: Büros, Praxen, Bildungseinrichtungen, öffentliche GebäudeW-Falz (Multifold)
Beim W-Falz wird das Tuch mehrfach gefaltet, sodass es besonders kompakt im Spender liegt. Das ermöglicht die höchste Spenderkapazität aller Falzarten und reduziert die Nachfüllhäufigkeit. Die Einzelblattentnahme mit automatischem Nachzug ist ebenfalls gegeben.
Der W-Falz ist die wirtschaftlichste Option bei hohem Besucheraufkommen und begrenztem Platz.
Ideal für: Hochfrequenzbereiche, Einkaufszentren, Veranstaltungen, StadienFalzarten im Vergleich
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Eigenschaften der vier Falzarten zusammen:
| Eigenschaft | V-Falz | C-Falz | Z-Falz | W-Falz |
|---|---|---|---|---|
| Einzelentnahme | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ |
| Autom. Nachzug | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ |
| Tuchgröße (entfaltet) | ~23 × 25 cm | ~25 × 33 cm | ~24 × 20 cm | ~20 × 24 cm |
| Spenderkapazität | Hoch | Mittel | Hoch | Sehr hoch |
| Typischer Einsatz | Universal | Küche / Werkstatt | Büro / Praxis | Hochfrequenz |
Verbrauch und Kosten: je Mitarbeitendem und je 1.000 Blatt
Wer Falzarten wirtschaftlich vergleichen will, braucht zwei Zahlen: den Verbrauch je Person und die einzige Preisangabe, die zwischen Falzarten überhaupt vergleichbar ist, nämlich den Preis je 1.000 Blatt. Kartonpreise taugen dafür nicht, weil ein Karton je nach Falzart und Hersteller zwischen etwa 2.000 und 5.000 Blatt enthält. Alle Zahlen unten sind Beispielwerte, keine Preisangaben. Setzen Sie Ihre eigenen Angebotswerte ein, die Formeln bleiben dieselben.
- 3 Trocknungen je Mitarbeitendem und Arbeitstag. Faustwert aus Toilettengängen, Pausen und dem Händewaschen vor dem Essen.
- 2 Blatt je Trocknung bei V-, Z- und W-Falz, 1 Blatt beim C-Falz, weil dessen Tuch deutlich größer ist. Faustwerte, in Ihrem Waschraum leicht nachzuzählen.
- 21 Arbeitstage je Monat, das entspricht rund 250 Arbeitstagen im Jahr.
- Blattzahlen und Kartonpreise sind Beispielwerte in üblicher Größenordnung, sie unterscheiden sich je Hersteller und Qualität erheblich.
Schritt 1: Wie viele Blatt braucht eine Person im Monat?
Die Formel lautet: Trocknungen je Tag, mal Blatt je Trocknung, mal Arbeitstage je Monat. Mit den Faustwerten oben sind das 3 × 2 × 21 = 126 Blatt je Mitarbeitendem und Monat. Das ist die Zahl, mit der Sie Ihren Bestellrhythmus planen: Ein Karton mit 4.000 Blatt deckt damit rechnerisch rund 32 Personenmonate ab, in einem Büro mit 10 Personen also gut drei Monate.
Schritt 2: Der Preis je 1.000 Blatt
Die Formel lautet: Kartonpreis, geteilt durch die Blattzahl des Kartons in Tausend. Ein Karton mit 4.000 Blatt zu 30,00 Euro netto (Beispielwert) ergibt 30,00 geteilt durch 4, also 7,50 Euro je 1.000 Blatt oder 0,75 Cent je Blatt. Diese Zahl gehört auf jedes Angebot, das Sie vergleichen.
Schritt 3: Kosten je Mitarbeitendem und Monat
126 Blatt, mal 0,75 Cent, ergibt 0,945 Euro, also rund 95 Cent je Mitarbeitendem und Monat. In einem Betrieb mit 100 Mitarbeitenden sind das rund 95 Euro im Monat, in einem Büro mit 10 Personen keine 10 Euro. Papierhandtücher sind damit kein großer Kostenblock, aber ein sehr gut steuerbarer.
Die Falzarten im Kostenvergleich
| Falzart | Beispiel-Karton | Je 1.000 Blatt | Blatt je Trocknung | Je Trocknung |
|---|---|---|---|---|
| V-Falz | 4.000 Blatt zu 30,00 Euro | 7,50 Euro | 2 | 1,50 Cent |
| C-Falz | 2.400 Blatt zu 24,00 Euro | 10,00 Euro | 1 | 1,00 Cent |
| Z-Falz | 3.000 Blatt zu 24,00 Euro | 8,00 Euro | 2 | 1,60 Cent |
| W-Falz | 4.500 Blatt zu 31,50 Euro | 7,00 Euro | 2 | 1,40 Cent |
Die Tabelle zeigt genau das, was der reine Blattpreis verschweigt: Der C-Falz ist je 1.000 Blatt am teuersten und je Trocknung am günstigsten, weil das größere Tuch (rund 25 × 33 cm) für eine Trocknung reicht. Dieser Vorteil hält allerdings nur bei diszipliniertem Gebrauch. Dem C-Falz fehlt die Einzelblattentnahme, im Publikumsverkehr werden deshalb regelmäßig mehrere Tücher auf einmal gegriffen. Schon 2 Blatt je Trocknung drehen ihn auf 2,00 Cent und damit auf den letzten Platz.
Die Größe, auf die es ankommt, ist also nicht der Preis je 1.000 Blatt allein, sondern Preis je 1.000 Blatt mal Blatt je Trocknung. Und der zweite Faktor hängt mehr am Spender und an der Tuchgröße als am Papierpreis. Wie sich diese Kosten im Vergleich zu Stoffrolle und Gebläse verhalten, rechnet der Händetrocknungs-Vergleich vor.
Welche Falzart passt zu Ihrem Betrieb?
Die Wahl der richtigen Falzart hängt von mehreren Faktoren ab: Wie viele Personen nutzen den Waschraum täglich? Wie wichtig ist die Kontrolle des Verbrauchs? Welcher Spender ist bereits vorhanden oder soll angeschafft werden?
Falz-Finder: Wählen Sie den Bereich, um den es geht.
- Für allgemeine Waschräume in Büros, Praxen und Gastronomie ist der V-Falz die bewährteste Wahl, vielseitig, hygienisch und mit hoher Spenderkapazität.
- Für Küchen und Werkstätten, in denen ein größeres Tuch benötigt wird, bietet der C-Falz die bessere Lösung.
- Für Hochfrequenzbereiche wie öffentliche Gebäude oder Veranstaltungsorte empfehlen wir den W-Falz wegen seiner maximalen Spenderkapazität.
- Der Z-Falz ist eine solide Alternative zum V-Falz und eignet sich besonders, wenn Ihr Spender Z-Falz verlangt, bei gleichbleibend hoher Kapazität.
Tipp vom Profi
Achten Sie beim Kauf von Falthandtüchern immer darauf, dass die Falzart zum vorhandenen Spender passt. Ein Wechsel der Falzart erfordert in der Regel auch einen Spenderwechsel. Wir beraten Sie gerne kostenlos zur optimalen Kombination aus Spender und Falthandtuch für Ihren Betrieb, damit Hygiene, Verbrauch und Kosten im Gleichgewicht bleiben.
Falthandtuch oder Rollenhandtuch?
Die Falzart ist die eine Entscheidung, die Systemfrage die andere, und sie wird meist übersprungen. Falthandtuch und Rollenhandtuch unterscheiden sich weniger im Preis je Blatt als im Verhalten der Nutzer und im Aufwand für Ihr Personal.
Das Falthandtuch gibt immer genau ein Blatt aus, wenn der Spender es so vorsieht. Der Verbrauch ist dadurch gut kalkulierbar. Der Nachteil liegt im Nachfüllen: Ein Stapel ist schneller leer als eine Rolle, und in Stoßzeiten steht der Spender dann eben leer. Dazu kommt, dass sich bei offenen Spendern gern zwei oder drei Blatt auf einmal ziehen lassen.
Das Rollenhandtuch, besonders im Autocut-Spender, läuft deutlich länger ohne Nachfüllen und gibt eine definierte Länge aus. Das macht es in stark frequentierten Waschräumen überlegen. Dafür ist die Anschaffung des Spenders teurer, und bei Störungen ist der Ausfall vollständig, während ein Falthandtuchspender notfalls auch halb offen noch funktioniert.
Drei Fälle, wie sie in der Praxis vorkommen:
Café mit kleinen Gästetoiletten. Hier gewinnt in der Regel das Falthandtuch. Die Frequenz ist überschaubar, der Platz an der Wand knapp, und ein kompakter Falthandtuchspender braucht weniger Tiefe als ein Rollenspender. Dazu ist die Anschaffung günstiger, was bei zwei WCs den Ausschlag gibt.
Bürowaschraum mit fester Belegschaft. Auch hier ist das Falthandtuch meist wirtschaftlicher, weil der Verbrauch planbar ist und keine Spitzen aufgefangen werden müssen. Wer allerdings nur einmal am Tag nachfüllen kann, etwa weil die Reinigungskraft morgens kommt, fährt mit Rollen ruhiger.
Hotel mit sechzig Zimmern, öffentliche Waschräume. Das ist der klassische Fall für Rollenhandtücher im Autocut-Spender. Die Frequenz ist hoch und unregelmäßig, das Personal soll nicht mehrfach täglich nachfüllen, und ein leerer Spender im Gästebereich fällt stärker negativ auf als anderswo.
Was in allen drei Fällen gleich bleibt: Vergleichen Sie nicht den Packungspreis, sondern den Preis je Blatt beziehungsweise je Abriss. Wie das geht und warum die Verpackungseinheit dabei in die Irre führt, steht im Artikel zum Jahresbedarf an Hygienepapier. Unter einem Cent je Blatt ist bei einlagiger Ware in großen Gebinden durchaus erreichbar, bei zweilagiger Qualität liegt der Wert höher, dafür braucht man oft weniger Blatt je Trocknung.
Lagenfalzung, Interfold und andere Begriffe
Im Handel tauchen mehrere Begriffe für dieselbe Sache auf, was den Vergleich erschwert. Kurz sortiert.
Lagenfalzung ist der Oberbegriff dafür, dass die Blätter ineinandergelegt sind, sodass beim Ziehen eines Blatts das nächste nachrückt. Der englische Begriff dafür ist Interfold, beide meinen dasselbe Prinzip. V-Falz, Z-Falz und W-Falz sind in der Regel lagengefalzt, der C-Falz nicht.
Praktisch heißt das: Lagengefalzte Ware eignet sich für Spender, die einzeln ausgeben sollen, weil das Nachrücken den Einzelabzug unterstützt. Nicht lagengefalzte Ware liegt als Stapel im Spender und wird blattweise entnommen, was mehr Spielraum für Mehrfachentnahme lässt.
Beim Einkauf gilt: Die Falzbezeichnung allein sagt noch nicht, ob das Papier in Ihren Spender passt. Maßgeblich sind die Blattmaße im gefalteten Zustand und die Freigabe des Spenderherstellers.
Fazit
Die Falzart eines Falthandtuchs ist kein nebensächliches Detail, sie beeinflusst Hygiene, Verbrauch, Kosten und die Zufriedenheit der Nutzer im Waschraum. Wer die Unterschiede zwischen V-Falz, C-Falz, Z-Falz und W-Falz kennt, kann gezielt die richtige Lösung für seinen Betrieb auswählen.
Als Fachhändler für Hygienebedarf unterstützen wir Sie dabei, die passende Falzart und den richtigen Spender für Ihre Anforderungen zu finden. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie persönlich und unverbindlich.
Häufige Fragen zu Falthandtüchern
Beide Falzarten ermöglichen Einzelblattentnahme mit automatischem Nachzug. Z-Falz und V-Falz ergeben im entfalteten Zustand ähnlich große Tücher, etwa 24 × 20 cm beim Z-Falz und 23 × 25 cm beim V-Falz. In der Praxis sind beide Varianten vielseitig einsetzbar, die Wahl hängt vor allem vom verwendeten Spender ab.
Falzarten mit Einzelblattentnahme (V-Falz, Z-Falz, W-Falz) führen in der Regel zu geringerem Verbrauch, da pro Entnahme nur ein Tuch entnommen wird. Der W-Falz bietet zusätzlich die höchste Spenderkapazität, was die Nachfüllhäufigkeit reduziert.
Nein. Die Falzart muss zum Spender passen. Ein V-Falz-Tuch passt nicht in einen C-Falz-Spender und umgekehrt. Achten Sie beim Kauf immer auf die Herstellerangaben des Spenders. Wir beraten Sie gerne, welche Kombination für Ihren Betrieb optimal ist.
Für stark frequentierte Bereiche empfehlen sich V-Falz oder W-Falz. Beide ermöglichen Einzelblattentnahme, was den Verbrauch kontrolliert. Der W-Falz bietet zusätzlich die höchste Spenderkapazität und muss seltener nachgefüllt werden.
Ja, Falthandtücher sind in verschiedenen Qualitäten erhältlich, von Recyclingpapier über Tissue bis hin zu TAD-Qualität. Recyclingpapier ist eine wirtschaftliche Option für viele Einsatzbereiche. Sprechen Sie uns an, wir finden die passende Lösung für Ihren Bedarf.
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