Iran-Krise und Lieferketten: Was bedeutet das für Ihren Hygienebedarf?
Die aktuelle Eskalation verunsichert viele Betriebe. Wir ordnen die Lage ein — und erklären, warum Sie bei uns weiterhin zuverlässig versorgt sind.
21. April 2026 · Preisanpassung zum 1. Mai
Leider müssen wir einen Teil der Hersteller-Preiserhöhungen weitergeben. Nach mehrwöchigen Verhandlungen haben mehrere unserer Lieferanten formell Force Majeure (höhere Gewalt) nach § 313 BGB erklärt und bestehende Jahrespreise aufgekündigt. Wir haben jede Erhöhung einzeln geprüft, nachverhandelt und tragen einen erheblichen Teil über unsere eigene Marge. Ab 1. Mai 2026 passen wir in vier Warengruppen die Nettopreise an:
| Warengruppe | RHT Happle | Hersteller-Forderung |
|---|---|---|
| Hygienepapier | +6,5 % | +9 bis +12 % |
| Reinigungsmittel | +9 % | +15 bis +30 % |
| PSA / Schutzausrüstung | +15 % | +25 bis +30 % |
| Abfallsäcke & -beutel | +15 % | +25 bis +40 % |
Nachgewiesene höhere Gewalt — Begründung je Warengruppe:
- Hygienepapier (+6,5 %): Energiekosten der europäischen Papierwerke durch Gaspreis-Verdopplung stark gestiegen, Zellstoff-Frachtraten aus Skandinavien +22 %. Preisanpassungen erhalten von Sofidel und Temca. (Quelle: VDP — Verband Deutscher Papierfabriken)
- Reinigungsmittel (+9 %): Tenside (LAS, FAS), Natronlauge und Tensid-Rohstoffe aus petrochemischer Produktion verteuert. Die Rohstoff-Hersteller haben gegenüber der Reinigungsmittel-Industrie Force Majeure erklärt. Preisanpassungen erhalten von Buzil, AZETT, Huchtemeier und FALA. (Quelle: IKW · C&EN)
- PSA (+15 %): Butadien-Nitril-Kautschuk ist direkt an den Brent-Ölpreis gekoppelt (~120 USD/Barrel). Zusätzlich War-Risk-Zuschläge auf Asien-Frachten +68 %. Preisanpassungen erhalten von Franz Mensch und AmPri. (Quelle: BG BAU-Marktbericht)
- Abfallsäcke (+15 %): Europäische Polymer-Hersteller haben Force Majeure auf PE-LD und PE-HD erklärt, Rohstoffpreise +40 bis +60 %. Preisanpassungen erhalten von DEISS und MobaPlast. (Quelle: IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen · K-Zeitung)
Was das für Sie konkret bedeutet:
- Offene Bestellungen bis 30. April 2026 werden zu den bisherigen Konditionen ausgeliefert.
- Rahmenverträge bleiben bis zum vereinbarten Ende bestehen — wir halten unser Wort.
- Sie planen größere Bestellungen? Sprechen Sie uns an, wir decken gerne vorab für Sie ein.
- Stabil bleiben: Spendersysteme, Seifen & Hautpflege, Wischtücher, Zubehör und die Eigenmarke RHT.
- Preissenkungen geben wir sofort zurück, sobald Hersteller ihre Force-Majeure-Erklärungen widerrufen.
Wir machen diesen Schritt nicht leichtfertig und danken Ihnen für Ihr Verständnis. Bei Fragen: 08092-2504956 oder service@rht-happle.de.
25. März 2026
Erste Hersteller kündigen Preiserhöhungen an. DEISS, Franz Mensch und Buzil haben uns heute konkrete Preisanpassungen mitgeteilt. Betroffen sind vor allem Abfallsäcke (PE-basiert), Nitrilhandschuhe und Reinigungschemie.
Europäische Chemieindustrie kündigt Preiserhöhungen von bis zu 30 % auf Reinigungschemie an — betroffen ist das gesamte europäische Portfolio inkl. Produkte für die professionelle Gebäudereinigung. (Quelle: C&EN)
Kunststoff-Rohstoffe +40–60 %: Europäische Polymer-Lieferanten melden Force Majeure. Abfallsäcke und PE-basierte Verpackungen werden teurer. (Quelle: K-Zeitung)
Nitrilhandschuhe: monatliche Steigerungen über 25 %. Rohstoffpreise (Butadiennitril) sind direkt an den Ölpreis gekoppelt, der bei ~120 USD/Barrel liegt.
Unsere Position: Wir beobachten den Markt genau, prüfen jede Erhöhung kritisch — und werden Preissenkungen genauso konsequent an Sie weitergeben, sobald sich die Lage entspannt. Bei Bedarf sprechen Sie uns an.
18. März 2026
Erdgas Europa (TTF) hat sich verdoppelt — von 36 EUR/MWh (Jan/Feb) auf über 74 EUR/MWh. Strom-Großhandelspreise in Deutschland bei 140 EUR/MWh (+36 %). (Quelle: Atlantic Council)
Frachtraten sind um bis zu 68 % gestiegen, War-Risk-Zuschläge und Versicherungskosten treiben die Logistikpreise zusätzlich.
5. März 2026
Straße von Hormus nahezu blockiert — Schiffsverkehr von 138 auf 2 Schiffe/Tag eingebrochen. Rohölpreis (Brent) steigt auf ~120 USD/Barrel (+25 %). (Quelle: WEF)
Kurzfassung: Mehrere Hersteller haben formell Force Majeure erklärt. Ab 1. Mai 2026 müssen wir einen Teil der Mehrkosten weitergeben — deutlich unter den Hersteller-Forderungen. Hygienepapier +6,5 %, Reinigungsmittel +9 %, PSA +15 %, Abfallsäcke +15 %. Spender, Seifen, Wischtücher und RHT-Eigenmarke bleiben stabil. Preissenkungen geben wir sofort zurück.
Die militärische Eskalation im Iran und die Spannungen in der gesamten Nahostregion sorgen seit Anfang März für Unruhe — nicht nur geopolitisch, sondern auch in vielen deutschen Betrieben. Steigende Ölpreise, höhere Transportkosten und die Frage nach der Versorgungssicherheit beschäftigen Einkäufer und Geschäftsführer gleichermaßen.
Wir bei RHT Happle möchten Ihnen eine transparente Einschätzung geben, wie sich die Lage auf Hygieneartikel und Reinigungsmittel auswirkt — und was wir konkret tun, um Ihre Versorgung sicherzustellen.
Was passiert gerade?
Seit Ende Februar 2026 hat sich der Konflikt im Iran zu einer offenen militärischen Auseinandersetzung entwickelt. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind vor allem über den Ölpreis spürbar: Durch die zeitweise Blockade der Straße von Hormus — einer der wichtigsten Seehandelsrouten der Welt — sind die Rohölpreise deutlich gestiegen. Das hat direkte Folgen für Energiekosten, Transportpreise und die Produktion energieintensiver Güter.
Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht die direkten Auswirkungen auf die Lieferketten im Einzelhandel aktuell noch als überschaubar an. Die großen Reedereien haben ihre Routen bereits seit 2023 angepasst und umfahren kritische Zonen über die Südspitze Afrikas. Allerdings warnt die chemische Industrie vor steigenden Kosten bei Rohstoffen und Vorprodukten.
Wie betrifft das Hygieneartikel und Reinigungsmittel?
Die Auswirkungen auf unsere Branche sind derzeit vor allem indirekt: Steigende Energiepreise treffen die chemische Industrie, die viele Grundstoffe für Reinigungsmittel produziert. Auch Transport- und Verpackungskosten können steigen, wenn der Ölpreis dauerhaft hoch bleibt.
Besonders betroffen sind aktuell:
- Persönliche Schutzausrüstung (PSA) und medizinischer Bedarf — Teile der Lieferketten verlaufen über asiatische Produktionsstandorte, deren Versorgungswege durch die Krise beeinträchtigt werden können.
- Kunststoffbasierte Produkte — Müllbeutel, Spendergehäuse und Verpackungen basieren teilweise auf erdölbasierten Rohstoffen. Hier ist die Lage noch unklar, aber unsere Lieferanten melden volle Lager.
- Reinigungsmittel — Viele Reinigungschemikalien basieren auf petrochemischen Vorprodukten. Preiserhöhungen sind mittelfristig möglich.
Ihre Versorgung auf einen Blick
Nicht alle Produktbereiche sind gleichermaßen betroffen. Hier die aktuelle Lage bei unseren wichtigsten Warengruppen:
Handtuchpapier, Toilettenpapier und Wischtücher kommen weiter aus Deutschland und Italien. Keine Engpässe. Aufgrund der verdoppelten Gaspreise und +22 % Zellstoff-Fracht haben uns Sofidel und Temca Preisanpassungen angekündigt — wir geben +6,5 % weiter (Hersteller fordern +9 bis +12 %).
Unsere Reinigungsmittel-Hersteller (Buzil, AZETT, Huchtemeier, FALA) produzieren in Deutschland, beziehen aber Tenside und Vorprodukte petrochemisch. Die Rohstoff-Industrie hat Force Majeure erklärt. Wir geben +9 % weiter (Hersteller fordern +15 bis +30 %).
Bestände für 6 Monate abgesichert. Nitrilhandschuh-Rohstoffe sind direkt an den Ölpreis gekoppelt (~120 USD/Barrel), Frachten aus Asien +68 %. Franz Mensch und AmPri haben Jahrespreise aufgekündigt — wir geben +15 % weiter (Hersteller fordern +25 bis +30 %).
Lager voll — die Versorgung ist gesichert. Europäische Polymer-Hersteller haben Force Majeure auf PE-LD/PE-HD erklärt, Rohstoffpreise +40 bis +60 %. DEISS und MobaPlast haben Preisanpassungen angekündigt — wir geben +15 % weiter (Hersteller fordern +25 bis +40 %).
Spendersysteme (Metzger, Tork), Seifen & Hautpflege, Mikrofaser- und Wischtücher, Reinigungszubehör sowie unsere Eigenmarke RHT bleiben zum 1. Mai unverändert.
Panik-Bevorratung bringt nichts — die Lager sind voll, die Versorgung läuft. Wer aber Bestellungen ohnehin ansteht hat, sollte vor dem 1. Mai 2026 ordern: Alles, was bis 30. April bestellt wird, liefern wir zu den bisherigen Preisen. Bei größeren Eindeckungen für Rahmenverträge oder Projekte beraten wir Sie gerne individuell.
Was tun wir konkret?
Wir nehmen die Situation ernst und haben bereits Maßnahmen ergriffen:
- PSA und Pflegebedarf vorgesorgt: Wir haben die am stärksten betroffenen Artikelgruppen — persönliche Schutzausrüstung und medizinischen Bedarf — für die kommenden sechs Monate abgesichert und die Lagerbestände aufgestockt.
- Papier und Reinigung auf Lager: Unsere Kernprodukte liegen wie gewohnt gut auf Lager. Da diese aus europäischer Produktion stammen, sehen wir hier keinen akuten Handlungsbedarf — beobachten die Entwicklung aber genau.
- Verpackungen gesichert: Unser Verpackungslieferant DEISS meldet aktuell volle Lager. Wir stehen in engem Austausch und reagieren zügig, falls sich die Situation verändert.
- Marktbeobachtung: Wir verfolgen die Preisentwicklung bei Rohstoffen und Transport täglich und werden bei Bedarf schnell reagieren — ob durch alternative Beschaffungswege oder rechtzeitige Eindeckung.
Ihre Versorgung ist gesichert
Unser Ziel war und ist es, Ihren Betrieb zuverlässig mit allem zu versorgen, was Sie für Hygiene und Reinigung brauchen. Die aktuelle Krise zeigt einmal mehr den Vorteil regionaler Lieferketten und persönlicher Partnerschaft: Wir kennen unsere Lieferanten, wir kennen unsere Kunden — und wir können schnell handeln.
Sollten Sie Fragen zu bestimmten Produkten haben oder Ihre Bestände absichern wollen, melden Sie sich jederzeit bei uns. Gemeinsam finden wir die beste Lösung für Ihren Betrieb.
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